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PSA Wert – in welchem Alter ist welcher Wert problematisch?

PSA-Wert Test und Bedeutung

Für viele Männer ist und bleibt der PSA-Wert ein Buch mit sieben Siegeln. Nun ist ein Beitrag auf der Seite grossesblutbild.de erschienen welcher Licht ins dunkel bringt. Der PSA-Wert wird anschaulich erklärt, die Aussagekraft erläutert und die unterschiedlichen PSA-Grenzwerte abhängig vom Alter dargestellt. Der Beitrag mit dem Titel „Blutwerte der Prostata: PSA-Wert zu hoch“ ist am 2. November 2022 von Medizinredakteur M. Förster auf www.grossesblutbild.de veröffentlicht worden. Wir möchten an dieser Stelle den PSA-Wert und seinen Zusammenhang mit Prostatakrebs und Prostatavergrößerung möglichst einfach darstellen. Für eine wissenschaftlichere Sichtweise empfehlen wir Ihnen die Lektüre des Artikels auf www.grosseblutbild.de

Prostatavergrößerung und PSA-Wert

Der PSA-Wert ist ein wichtiger Marker für Prostatakrebs. Es handelt sich dabei um ein Protein, das von den Zellen der Prostata produziert wird und in das Blut gelangt. Ein hoher PSA-Wert kann auf eine Vergrößerung der Prostata oder auf eine Krebserkrankung hinweisen. Der PSA-Wert kann jedoch auch durch andere Faktoren wie eine Infektion oder Entzündung der Prostata beeinflusst werden.

Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Aus diesem Grund empfehlen viele Ärzte Männern ab einem bestimmten Alter, sich regelmäßig auf Prostatakrebs untersuchen zu lassen. Die American Cancer Society empfiehlt beispielsweise Männern, ab dem Alter von 50 Jahren jährlich einen PSA-Test durchführen zu lassen. Männer, die ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs haben, wie zum Beispiel Männer mit einer familiären Vorbelastung, sollten bereits ab dem Alter von 40 Jahren regelmäßige Untersuchungen in Anspruch nehmen.

Es ist wichtig zu beachten, dass der PSA-Wert bei älteren Männern aufgrund einer Vergrößerung der Prostata in der Regel höher ist als bei jüngeren Männern. Eine Prostatavergrößerung ist eine häufige Erkrankung bei älteren Männern, die aufgrund von hormonellen Veränderungen im Alter auftritt. Eine größere Prostata produziert mehr PSA, wodurch der PSA-Wert steigt.

Wenn ein Mann einen hohen PSA-Wert hat und auch Symptome einer Prostatavergrößerung aufweist, wie zum Beispiel häufiges Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder einen schwachen Harnstrahl, kann es sinnvoll sein, eine Behandlung zur Linderung der Symptome zu beginnen.

Es ist wichtig zu beachten, dass einige Medikamente, die zur Behandlung einer Prostatavergrößerung eingesetzt werden, den PSA-Wert senken können. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Erkrankung geheilt wurde oder dass das Risiko für Prostatakrebs gesunken ist. Eine regelmäßige Überwachung des PSA-Werts und eine sorgfältige Untersuchung durch einen Urologen bleiben unerlässlich, um Prostatakrebs frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Insgesamt ist der PSA-Test ein wichtiger Marker für Prostatakrebs und eine Prostatavergrößerung kann den PSA-Wert beeinflussen. Männer sollten sich regelmäßig von einem Urologen untersuchen lassen und bei auftretenden Symptomen einer Prostatavergrößerung oder Prostatakrebsverdacht umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können dabei helfen, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Gibt es eine PSA-Wert Tabelle?

Ja, es gibt Tabellen, in denen der durchschnittliche PSA-Wert in Abhängigkeit vom Alter dargestellt wird. Diese Tabellen können als Orientierungshilfe dienen, um den individuellen PSA-Wert besser einschätzen zu können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der PSA-Wert von vielen Faktoren beeinflusst wird und dass jeder Mann individuell betrachtet werden sollte. Hier ist eine Tabelle mit den durchschnittlichen PSA-Werten nach Alter:

AlterDurchschnittlicher PSA-Wert
40-490,7 ng/ml
50-590,9 ng/ml
60-691,4 ng/ml
70-792,0 ng/ml
80-892,5 ng/ml

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dies nur Durchschnittswerte sind und dass der individuelle PSA-Wert von vielen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel von der Größe der Prostata, von Infektionen oder Entzündungen, von der Einnahme von bestimmten Medikamenten und anderen Faktoren. Es ist daher immer wichtig, den PSA-Wert gemeinsam mit einem erfahrenen Arzt zu betrachten und individuell zu bewerten.

Ebenfalls gibt es Tabellen für die PSA-Grenzwerte nach den jeweiligen Altersgruppen:

AlterMaximaler PSA-Wert
40-492,5 ng/ml
50-593,5 ng/ml
60-694,5 ng/ml
70-796,5 ng/ml
80-897,2 ng/ml

Auch hier ist es jedoch wichtig zu beachten, dass dies nur Richtwerte sind und dass der individuelle PSA-Wert von vielen Faktoren abhängt.

Quellen:
M. Förster „Blutwerte der Prostata: PSA-Wert zu hoch“ Grosseblutbild.de Medizinwissen auf https://www.grossesblutbild.de/psa-wert.html abgerufen am 19.02.2023